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Verwahrstelle
30.07.2018
Peer to peer lending Funds – Liechtenstein als Vorreiter

Die AIFM Richtlinie als Grundlage für nachhaltige Innovation:

Mag Liechtenstein auch nicht zu den grössten Fondsplätzen Europas zählen, so kann man Liechtenstein doch völlig zu Recht zu einem der innovativsten Fondsstandorte zählen. Innovation ist auch notwendig, um sich nachhaltig als verlässlicher Partner für Fondspromotoren zu präsentieren.

Durch das klare Bekenntnis und die eins zu eins Übernahme der EU Richtlinien AIFMD [1] und UCITS [2] hat Liechtenstein einen funktionierenden Weg gefunden, sich im Fondsbereich nachhaltig zu etablieren. Innovation gepaart mit regulatorisch nachhaltigen Strukturen sind die Schlüssel um vermehrt Asset Manager und Fondspromotoren von Liechtenstein begeistern.

Peer to peer lending, eine logische Idee in völlig neuen Kleidern

Wenn man an Innovation im Finanzbereich denkt, kom­men einem sofort Schlagworte, wie Asset Backed Securi­ties, CDOs, ILS, etc. in den Kopf.

Dass es nicht immer nur um Verpackung und Vermischung von bestehenden Finanzinstrumenten geht, zeigt jedoch eine alternative Assetklasse, welche zunehmend an Bedeutung gewinnt: Peer to peer lending (p2p) oder besser gesagt die Idee Investoren und Geldsuchende auf direktem und unkom-pliziertem Weg zusammen zu bringen. Der direkte Weg zeichnet sich dabei über sogenannte Peer to peer Lending Plattformen ab, die IT bzw. FinTech basierend sowohl den Kreditvergabe- als auch den Investitionsprozess abbilden.

Schweiz als verlässlicher Partner für Investitionen gepaart mit FinTech Effizienz 
In den USA, China und in grossen Teilen Europas schon längst etabliert, setzt sich diese Idee nun immer mehr auch in der Schweiz, dem noch immer wichtigsten Fi-nanz¬partner Liechtensteins, durch. Und immer dann, wenn eine bestimmte Assetklasse sich durchsetzt, stellt sich selbstredend die Frage, auf welchem Wege man insbe¬sondere institutionellen Investoren einen nachhalti-gen Zugang zu dieser Assetklasse ermöglichen kann.

Genau hier setzt Liechtenstein an und zeichnet sich aktu-ell als Vorreiter von Fondsstrukturen im Bereich des Peer to peer Lendings aus. Dem Fondsplatz ist es gelungen, einerseits zu verstehen wie Lending Plattformen sich FinTech Methoden bedienen, um den Kreditvergabepro-zess effizient und seriös durchzuführen, und andererseits hören wir deutlich den Ruf nach alternativen Investitionen im institutionellen und nachhaltigen Investitionsmarkt.
Diese Idee, gepaart mit der Zahlungsmoral Schweizer KMUs sowie der Stärke des Schweizer Franken, macht Investitionen in einen p2p Fund der ausschliesslich in den Schweizer Markt investiert natürlich umso attraktiver.

Der Fonds-Vorteil im p2p Bereich 
Der Vorteil über eine Fondsstruktur, in über Lending Plattformen generierte Darlehen zu investieren, besteht insbesondere in der erhöhten Diversifikation, welche mit einem hohen Anlagevolumen erreicht werden kann. Di-versifikation ist auch dringend notwendig um trotz zu erwartender Ausfallsraten, die es auch in der Schweiz gibt, eine entsprechende Rendite (aktuell erwartet 3,5 – 5%) zu erzielen. Aber auch alle weiteren Fondsvorteile, wie die unabhängige Bewertung, Segregation von Ver-mögenswerten, geprüfte Berichterstattung etc. kommen hier voll zum Tragen.

Darüber hinaus dient der Fonds auch als Grundlage da-für, institutionellen Anlegern überhaupt den Zugang zu dieser Assetklasse zu ermöglichen, welche aktuell immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Wie immer, stellt sich neben der Rollenverteilung und den damit verbundenen Due Dilligence Komponenten, auch die Frage der Bewertung eines Kredit Portfolios, welches ja über den Fonds aufgebaut wird. Wie in der AIFMD verankert, ist dabei der Verwalter alternativer Investment-fonds (AIFM) in Verbindung mit der Verwahrstelle ver-pflichtet, Bewertungs¬kriterien zu implementieren und diese auch zu leben. Dies scheint bei einem klassischen Kreditportfolio grundsätzlich trivial, benötigt aber hohe Kompetenz, in einem völlig neuen Bereich wo Backtes-tings, Statistiken, Ausfallswahr¬scheinlichkeiten etc. nahe-zu völlig neu zu etablieren und bei der Bewertung einzu-binden sind. Bei der Bewertung sind natür¬lich auch die Plattformrisiken mit einzubeziehen, was ein hohes Ver-ständnis des gesamten p2p Marktes und dessen Entwick-lung und Dynamik verlangt.

Nach langer und intensiver Aufbauphase wurde in der Zwischenzeit der erste P2P lending fund mit Schweiz ansässigen Kreditnehmern in Liechtenstein lanciert und die weiteren Entwicklungen in diesem Bereich sind mit Spannung zu erwarten.

[1] Richtlinie 2011/61/EU, AIFMD
[2] Richtlinie 2009/65/EU, UCITS

Mag. iur. Markus Wagner
CEO 1741 Fund Management AG