Verwaltungsgesellschaft
Anlageschwerpunkt
Bewertungsintervall
Performance
Währung
Anlageregion
Gesetzlicher Fondstyp
Investmentgesellschaft
TER
Rechtsform
Vertriebsland
Verwahrstelle
02.05.2018
Infrastrukturfonds – erstklassige Brückenbauer

Haushaltsdefizite und enge Budgetplanungen vieler Länder, in Kombination mit einem grossen Bedarf an Erneuerungen, verlangen nach alternativen Investmentmöglichkeiten. Infrastrukturfonds schliessen diese Lücke zunehmend. Anzahl und Volumen von Infrastrukturfonds steigen stetig und 2018 könnte sogar ein Rekordjahr für diese stark nachgefragte Anlageklasse sein. Historisch haben insbesondere Australien und Kanada langjährige Erfahrung mit derartigen Investitionen. Europäische Investoren hingegen bekundeten erst später Interesse, sie erhöhen ihre Allokationen jedoch kontinuierlich. 

Hoher Geldbedarf für wichtige Infrastrukturprojekte
Es bestehen hauptsächlich zwei Gründe und Interessengruppen für Anlagen in Infrastrukturprojekte: In Entwicklungs-, Schwellen- sowie Industriestaaten existiert eine grosse Lücke, um solche Projekte zu finanzieren, da die Staatshaushalte bereits heute oftmals sehr hohe Defizite aufweisen und somit strikte Budgetpläne verfolgen müssen. Hintergrund für diese wichtigen Projekte sind unter anderem anhaltendes Bevölkerungswachstum, ökonomisches Wachstum und oftmals eine veraltete und ineffiziente Infrastruktur. Um Risiken für die öffentliche Sicherheit zu verhindern und hohe Staatsausgaben zu vermeiden, versuchen Staaten vermehrt, diese Projekte und Aufgaben zu privatisieren, respektive über den privaten Sektor zu finanzieren. Hierfür kann ein Investmentfonds ein geeignetes Vehikel sein.

Stabile Einnahmen als Ziel
Langfristig orientierte Investoren wie Pensionskassen, Stiftungen oder Versicherungen suchen andererseits nach Alternativen zu niedrig verzinsten Anleihen, Geldmarktinstrumenten oder Immobilienanlagen bei gleichzeitiger Absicherung gegen Inflationsrisiken. Deren Ziel ist die Erwirtschaftung von stabilen, langfristigen Einnahmen und damit eine Abstimmung der Fälligkeiten ihrer Vermögenswerte mit ihren Verbindlichkeiten unter Einbezug eines abschätzbaren Risikoprofils. Auch hierfür kann eine Investition in Infrastrukturfonds die passende Lösung sein. Beide Bedürfnisse unterstützen schliesslich den fortlaufenden Trend dieses Fondsvehikels.

Zwei attraktive Segmente
Es gibt grundsätzlich zwei Segmente von Infrastrukturprojekten: ökonomische und soziale. Unter erstgenannte fallen zum Beispiel Anlagen im Bereich Transport (Strassen, Tunnel, Häfen, Züge oder Flughäfen), Energie und Versorgungs-
unternehmen (Öl und Gas, erneuerbare Energien, Elektrizitätsproduktion und -verteilung, Wärme-/Kälteversorgung) sowie Wasserversorgung und Kommu-nikation (Netzabdeckung durch flächendeckenden Internetzugang, Telefon, TV, Radio). Unter sozialen Infrastrukturanlagen werden hingegen Anlagen in Schulen, Krankenhäusern, Gefängnissen, Schulungszentren oder soziales Wohnen subsumiert. Beiden Segmenten ist gemeinsam, dass es hierfür ein starkes öffentliches Bedürfnis in fast allen Ländern der Welt gibt, der Finanzierungsbedarf der Staaten sehr hoch ist, und ohne Unterstützung Dritter solche Infrastrukturprojekte nicht umgesetzt werden können.
Hinzu kommt, dass Nachfrage und Bedarf fast unabhängig von wirtschaftlichen Kreisläufen und der Wirtschaftsleistung bestehen und eine sogenannte Quasi-Monopolstellung existiert. Regulatorische Beschränkungen und ein hoher Bedarf an Initialinvestitionen stellen überdies sehr hohe Hürden für den Markteintritt dar. Entsprechend übernehmen nationale und supranationale Behörden vermehrt eine korrigierende regulatorische Funktion am Markt.

Nachhaltigkeitscharakter
 
Infrastrukturfonds werden oftmals auch von Anlegern genutzt, die neben den klassischen Anlagekriterien wie Rentabilität, Liquidität sowie Sicherheit auch soziale, ökologisch nachhaltige und ethische Aspekte bei ihrer Anlageentscheidung berücksichtigen – also Aspekte, die Investoren bei ihren Investitionsentscheidungen und der Gestaltung ihrer Anlagepolitik zusehends nachfragen. 
Genau diese Nachhaltigkeitskriterien sind bei Infrastrukturfonds häufig gegeben, beispielsweise durch den Bau von Schulen, Krankenhäusern, Windrädern, Solarparks oder Biomasseanlagen.

Liechtenstein als passendes Domizil
Liechtenstein bietet sich als attraktives Domizil für Infrastrukturfonds an. Hintergrund hierfür sind insbesondere die gestalterische Flexibilität, das wettbewerbsorientierte Umfeld, die regulatorisch und finanzpolitisch hohe Stabilität sowie die Beratungs- und Dienstleistungskompetenz in Verbindung mit der Fähigkeit, massgeschneiderte Lösungen anzubieten. 


Ralf Konrad
Vorsitzender der Geschäftsleitung
VP Fund Solutions (Liechtenstein) AG