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28.10.2019
Diamanten - Das härteste Portfolio der Welt in einem AIF

Diamanten begeistern die Menschen seit Jahrtausenden, erste Funde wurden bereits im vierten Jahrtausend vor Christus in Indien verzeichnet. Diamanten sind der härteste bekannte natürliche Stoff und die einzigen Edelsteine, die in reiner Form aus nur einem einzigen Element (Kohlenstoff) bestehen.

Die Nachfrage nach den äusserst seltenen Edelsteinen war schon immer gross, massiv befeuert wurde sie jedoch erst durch die menschliche Bearbeitung und die Schmuckindustrie ab den 1930er und 1940er Jahren. Auch erkannte erst die Moderne die herausragenden physikalischen Eigenschaften der Steine, was zu sehr hoher Industrienachfrage für z.B. hochwertige Schneidewerkzeuge führte.

Wie können Anleger denn eigentlich in Diamanten investieren und längerfristig davon profitieren?
Die am häufigsten verbreitete Investition durch Privatpersonen ist der Kauf von diamantbesetztem Schmuck beim Juwelier des eigenen Vertrauens. Hierbei wird jedoch nicht nur der Marktwert der involvierten Diamanten, sondern in erster Linie auch die Handwerkskunst des Juweliers und der Zusatznutzen des Käufers (Tragbarkeit eines Wertgegen-
standes) bezahlt. Für einen Laien ist der gängige Marktwert der in Schmuck eingebetteten Steine kaum selbst bezifferbar und die verdeckten Margen im Schmuckhandel sind hoch. 

Auch der Kauf einzelner Steine ist für Aussenstehende wenig transparent und verlangt viel Erfahrung beim Einkauf. Die klassischen 4C der Diamantbewertung – Carat (Gewicht), Clarity (Reinheit), Color (Farbe) und Cut (Schliff) – erfordern jahrelange Expertise, um die aussichtsreichsten Steine herauszufiltern. Auch kann ein Laie nicht zwischen natürlichen und künstlich hergestellten Diamanten unterscheiden. Nicht vergessen werden darf, dass sowohl Schmuck als auch einzelne Steine eine zusätzliche Erschwernis in Form der beim Kauf zu entrichtenden Mehrwertsteuer tragen. Je nach Sitz des Käufers, in Deutschland z.B. 19%, kann die MwSt. den Kaufpreis erheblich verteuern und wird beim Wiederverkauf an einen professionellen Abnehmer nicht erstattet. Der gekaufte Diamant muss im gewählten Beispiel also 19% steigen, bevor er allenfalls verlustfrei zu seinem Nettowert weiterveräussert werden könnte.

Anstatt direkt in Diamanten, können interessierte Anleger alternativ auch in börsengelistete Wertpapiere investieren, welche Bezüge zur Diamantindustrie und/oder Diamanten abbilden. Einige wenige Grosskonzerne teilen den weltweiten Diamantmarkt als Produzenten von Rohdiamanten unter sich auf (Anglo American PLC, Alrosa PJSC, Rio Tinto PLC, Petra Diamonds und Lucara Diamond Corp.), wobei nicht alle genannten Unternehmen ausschliesslich Diamanten fördern und die Wertentwicklung der genannten Unternehmen historisch sehr volatil war.

Gibt es auch spezialisierte Investmentfonds im Bereich von Diamantanlagen und warum sind diese allenfalls eine bessere Alternative?
Ein Alternativer Investment Fonds (AIF) mit professioneller Verwaltung in Liechtenstein kann praktisch jede denkbare Veranlagungsstrategie abbilden und zusätzlich auch Sekundärzwecke (private Vermögensstrukturierung, Steuer- und Nachlassplanungsinstrument, Asset Protection, Verbriefung und Teilbarkeit illiquider Vermögenswerte und anderes mehr) erfüllen. 

Regulierte AIFs können demzufolge sowohl direkt als auch indirekt in Diamanten investieren. Innerhalb der Fonds profitieren Investoren von weitgehenden Steuerbefreiungen und der Fondsanteil selbst ist als Wertpapier zwischen zulässigen Anlegern frei handel- und transferierbar. Der Hauptvorteil liegt jedoch darin, dass Einzelanlagen einem professionellen Team überlassen werden, welches über die notwendige Expertise verfügt und dem Anleger hierdurch eine einfache Partizipationsmöglichkeit an einer ansonsten fast unzugänglichen Assetklasse geboten wird. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass ein entsprechender Fonds nicht versucht, den allgemeinen Diamantmarkt möglichst breit abzudecken, sondern sich auf spezielle Kaufopportunitäten ausgewählter Steine konzentriert, denn dadurch kann bereits durch günstige Einkäufe eine Überrendite erzielt werden. Durch Kommissiongeschäfte im Diamantbereich können zusätzlich das operative Risiko gesenkt und weitere Ertragspfeiler hinzugefügt werden. 
Der erste europaweit regulierte AIF im Bereich Diamanthandel wurde in Liechtenstein aufgesetzt. Einmal mehr hat der Fondsstandort Liechtenstein gezeigt, dass komplexere Vermögensklassen in Fonds abbildbar sind und alle zugehörigen Anforderungen an die Verwahrung, Bewertung und Revision gelöst werden können.


MMMag. Franz Glatzl
CEO
BENDURA FUND MANAGEMENT ALPHA AG